Flucht- und Rettungsplan
für Kindergarten & Kita
Mit Evakuierungskonzept für Kinder, die sich nicht selbst in Sicherheit bringen können.
Kindertageseinrichtungen sind Arbeitsstätten und beherbergen zugleich die schutzbedürftigste Personengruppe überhaupt. Träger sind nach § 4 ArbStättV und ASR A2.3 zur Erstellung normgerechter Flucht- und Rettungspläne verpflichtet — in NRW kommen die Anforderungen des KiBiz hinzu.
Rechtliche Grundlage für Kindergärten und Kitas
Kindertageseinrichtungen gelten als Arbeitsstätten im Sinne der Arbeitsstättenverordnung. Der Träger — ob kommunal, kirchlich oder privat — ist als Arbeitgeber für Erstellung und Aushang normgerechter Flucht- und Rettungspläne verantwortlich.
Hinzu kommt die Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII: Das Jugendamt erteilt sie nur, wenn das Wohl der Kinder gewährleistet ist — dazu gehören Brandschutz und ein nachvollziehbares Evakuierungskonzept. In Nordrhein-Westfalen konkretisiert das KiBiz die Anforderungen an den Betrieb.
In einem Büro verlassen die Menschen das Gebäude selbst. In der Krippe trägt jemand sie. Ein Fluchtplan für eine Kita muss deshalb mehr zeigen als Wege und Ausgänge: wer welche Gruppe übernimmt, wo Evakuierungswagen stehen, wie die Schlafräume belegt sind und über welche Tür ein Wagen überhaupt passt.
Sie schicken, was da ist. Wir sagen Ihnen, was fehlt und was Ihre Einrichtung tatsächlich braucht — Rückmeldung am nächsten Werktag.
Unterlagen prüfen lassenWas Sie von uns erhalten
Vollständige Brandschutzdokumentation für Ihre Kita — mit besonderem Fokus auf die Altersgruppe, die Sie betreuen.
Sichtung Ihrer Unterlagen
Wir arbeiten mit dem, was da ist: Grundrisse als PDF oder CAD, Papierpläne, Bauaktenkopien oder Fotos. Was fehlt oder nicht mehr stimmt, sagen wir Ihnen vor dem Angebot.
Objektklärung mit Ihnen
Gemeinsame Begehung vor Ort in NRW oder per Videobegehung, wenn Ihre Einrichtung weiter weg liegt. Türrichtungen, Notausgänge, Sammelplatz, Schlafräume — was aus keinem Grundriss hervorgeht.
Normgerechte Planerstellung
Erstellung je Geschoss nach DIN ISO 23601 — mit Legende, Nordpfeil, Standortkennzeichnung und Sicherheitszeichen nach ISO 7010, Kennzeichnung nach ASR A1.3.
Krippengerechtes Evakuierungskonzept
Wege für Evakuierungswagen, Schlafraumbelegung, Türbreiten für Kinderwagen und die Zuordnung: Welche Fachkraft bringt welche Gruppe wohin.
Druckfertige Lieferung
Druckfertiges PDF in DIN A3 oder A2, auf Wunsch gedruckt und gerahmt. Korrekturen bis zur Freigabe sind im Preis enthalten, ebenso eine Anleitung, wo die Pläne hängen müssen.
Aktualisierungsberatung
Wann eine Aktualisierung fällig wird, wie Sie sie dokumentieren und wie die Pläne ins Sicherheitskonzept der Einrichtung passen. Kein Abo, keine Wartungsbindung.
Was wir nicht machen: Ein vollständiges Neuaufmaß des Gebäudes gehört nicht zu unserem Leistungsumfang. Wir übertragen vorhandene Pläne maßstabsgetreu und klären das Objekt gemeinsam mit Ihnen. Braucht Ihre Einrichtung ein Neuaufmaß, sagen wir Ihnen das vor der Auftragserteilung — nicht mitten im Projekt.
Für alle Formen der Kindertagesbetreuung
Von der Krippe bis zum Hort — jede Einrichtungsform hat eigene Anforderungen an Fluchtwege, Evakuierungskonzept und Aushang. Wir kennen die Unterschiede und erstellen Pläne, die zu Ihrer Einrichtung passen.
Anfrage stellenAnwendbares Regelwerk für Kitas
Alle relevanten Normen, Gesetze und Verordnungen für Flucht- und Rettungspläne in Kindertageseinrichtungen — mit Direktlink zur offiziellen Quelle.
DIN-Normen
Maßgebliche Norm für Inhalt, Symbole, Maßstab und Darstellung von Flucht- und Rettungsplänen. Gilt für alle Arbeitsstätten einschließlich Kitas.
Regelt Aufbau und Inhalt der Brandschutzordnung. Teil B und C enthalten die Anweisungen für das pädagogische Personal und für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben.
Technische Regeln & Landesrecht
Konkretisiert § 4 ArbStättV: Wann ein Plan erforderlich ist, wie breit Fluchtwege sein müssen, wie Notausgänge zu kennzeichnen sind und was für Personen gilt, die sich nicht selbst retten können.
Regelt die Sicherheitszeichen nach ISO 7010. Notausgänge, Feuerlöscher und Sammelplätze sind normiert zu kennzeichnen, die Größe richtet sich nach der Erkennungsweite.
Landesgesetz für Kindertageseinrichtungen in NRW. Regelt den Betrieb und die Anforderungen an die Einrichtung. Außerhalb von NRW gelten die entsprechenden Landesgesetze.
Kitas können je nach Größe und Geschosszahl als Sonderbau gelten. Daraus können zusätzliche Anforderungen entstehen, etwa ein Feuerwehrplan. Maßgeblich sind Baugenehmigung und Brandschutzkonzept.
Gesetze & DGUV
Rechtsgrundlage der Pflicht zum Flucht- und Rettungsplan. Adressat ist der Träger der Kita in seiner Rolle als Arbeitgeber.
Die Betriebserlaubnis setzt voraus, dass das Wohl der Kinder gewährleistet ist. Brandschutz und Evakuierungskonzept gehören zu den Nachweisen, die das Jugendamt dafür heranzieht.
Verpflichtet den Träger, Beschäftigte für Erste Hilfe, Evakuierung und Brandbekämpfung zu benennen und regelmäßig zu unterweisen.
Gilt über den zuständigen Unfallversicherungsträger. Enthält Pflichten zur Unterweisung der Beschäftigten und zur Benennung von Ersthelfern.
Hinweis zum Landesrecht: Das KiBiz und die Bauordnung NRW gelten für Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. In anderen Bundesländern greifen die jeweiligen Kita- und Landesbauordnungsgesetze. Die bundesrechtlichen Pflichten aus ArbStättV, ASR A2.3 und § 45 SGB VIII gelten bundesweit unverändert. Für Einrichtungen außerhalb von NRW prüfen wir die landesrechtlichen Vorgaben vor der Angebotserstellung.
Wo Sie die Quellen finden: DIN-Normen sind kostenpflichtig über beuth.de erhältlich. Technische Regeln (ASR) gibt es kostenlos über baua.de, Bundesgesetze über gesetze-im-internet.de und NRW-Landesrecht über recht.nrw.de.
Was ein normgerechter Plan für Kitas enthalten muss
Prüfen Sie, ob Ihre vorhandenen Pläne vollständig sind — Kitas haben gegenüber normalen Arbeitsstätten erweiterte Anforderungen.
Pflichtinhalt nach DIN ISO 23601
8 Punkte
Kita-spezifische Evakuierungsplanung
8 Punkte
Aushang und Formales
5 Punkte
Aktualisierung und Dokumentation
6 Punkte
Wir prüfen Ihre bestehenden Flucht- und Rettungspläne kostenlos auf Vollständigkeit und Normkonformität.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Muhammet Ay
Ingenieurbüro für Brandschutzdokumentation · Werdohl
In einer Kita entscheidet im Ernstfall nicht der Grundriss, sondern die Zuordnung: Wer nimmt welche Gruppe, wer holt die Kinder aus dem Schlafraum, wer zählt am Sammelplatz durch. Genau das klären wir bei der Begehung mit Ihrer Leitung — und schreiben es so in den Plan, dass auch eine Vertretungskraft es in Sekunden versteht.
Fragen zu Ihrer Einrichtung? Rufen Sie an — die Auskunft kostet nichts.
0157 30 94 76 57 E-Mail schreibenFestpreis für Ihre Einrichtung anfragen
Je genauer Ihre Angaben, desto schneller kommt das Angebot. Hilfreich sind Anzahl der Gruppen und Geschosse, ob eine Krippe dabei ist und ob Grundrisse digital, nur auf Papier oder gar nicht vorliegen — dafür ist das Feld „Kurze Beschreibung" da.
Die Sichtung Ihrer vorhandenen Unterlagen ist kostenlos. Sie erhalten am nächsten Werktag eine Rückmeldung — und keinen Auftrag ohne vorherige schriftliche Preisbestätigung.
Grundrisse schicken? Bitte nicht über das Formular, sondern per E-Mail an info@brandschutzplan-service.de. Eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen wir auf Anfrage.
Ihre Angaben werden ausschließlich zur Bearbeitung dieser Anfrage verwendet. Details in der Datenschutzerklärung.
Ihre Fragen zum Flucht- und Rettungsplan für Kitas
Fachlich geprüfte Antworten — mit Angabe der jeweiligen Rechtsgrundlage.
Sind Flucht- und Rettungspläne in Kindergärten und Kitas gesetzlich vorgeschrieben?
Kitas sind Arbeitsstätten. Nach § 4 ArbStättV in Verbindung mit ASR A2.3 muss der Träger Flucht- und Rettungspläne erstellen, wenn Lage, Ausdehnung oder Nutzungsart das erfordern — bei einer Einrichtung mit Kindern, die sich nicht selbst retten können, ist das praktisch immer der Fall. Hinzu kommt die Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII, für die das Jugendamt Sicherheitsnachweise heranzieht. In NRW konkretisiert das KiBiz die Betriebsanforderungen, in anderen Bundesländern die entsprechenden Landesgesetze.
Rechtsgrundlage: § 4 ArbStättV, ASR A2.3, § 45 SGB VIII, KiBiz NRWWer trägt die Verantwortung — Träger oder Kita-Leitung?
Der Träger ist als Arbeitgeber verantwortlich, die Kita-Leitung übernimmt die operative Umsetzung. Bei kommunalen Einrichtungen liegt die Trägerschaft bei der Kommune, bei konfessionellen Kitas beim jeweiligen Trägerverband. In der Praxis landet die Aufgabe meist bei der Leitung — die Pflicht bleibt beim Träger.
Rechtsgrundlage: § 13 ArbSchG, § 4 ArbStättVWas muss bei der Evakuierung von Kindern unter drei Jahren beachtet werden?
Krippenkinder können sich nicht selbst in Sicherheit bringen. Das Konzept muss deshalb festlegen, wie viele Kinder eine Fachkraft gleichzeitig transportieren kann, wo Evakuierungswagen oder -liegen stehen und über welche Türen sie passen. Schlafräume brauchen eine eigene Betrachtung, weil die Kinder dort liegen und nicht angezogen sind. Jede Gruppe braucht eine namentlich festgelegte Zuständigkeit samt Vertretung.
Rechtsgrundlage: ASR A2.3, § 10 ArbSchGWelche Breite müssen Fluchtwege in einer Kita haben?
Die ASR A2.3 staffelt die Mindestbreite nach der Anzahl der Personen, die den Weg nutzen — je mehr Personen, desto breiter. Für Kitas ist die Zahl allein aber nicht ausschlaggebend: Entscheidend ist, ob ein Evakuierungswagen durchpasst und ob zwei Fachkräfte mit Kindern aneinander vorbeikommen. Wir prüfen das bei der Begehung an den tatsächlichen Engstellen, nicht am Rechenwert.
Rechtsgrundlage: ASR A2.3Müssen Außengelände und Spielflächen im Plan dargestellt werden?
Ja, wenn das Außengelände fester Bestandteil des Betriebs ist. Wege ins Freie, der Sammelplatz und die Zugänge zum Gelände gehören in den Plan. Bei mehreren Außenbereichen ist jeder Zugangsweg zu berücksichtigen — auch die Frage, ob ein Tor im Ernstfall von innen zu öffnen ist.
Rechtsgrundlage: DIN ISO 23601, ASR A2.3Wie oft müssen die Pläne aktualisiert werden?
Der Grundsatz lautet: jederzeit aktuell. Ändern sich Räume, Nutzung, Fluchtwege oder Zuständigkeiten, ist die Aktualisierung sofort fällig. Einen festen Turnus gibt die ASR A2.3 nicht vor, eine jährliche Sichtung ist trotzdem sinnvoll — am besten zum Beginn des neuen Kindergartenjahres, wenn ohnehin Gruppen neu zusammengesetzt werden. Jede Änderung wird mit Datum dokumentiert, und die alten Aushänge müssen ersetzt werden.
Rechtsgrundlage: ASR A2.3, DIN ISO 23601Braucht eine Kita auch eine Brandschutzordnung?
In aller Regel ja. Teil A wird ausgehängt und richtet sich an alle im Gebäude, auch an Eltern und Besucher. Teil B enthält die Anweisungen für das pädagogische Personal, Teil C für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben. Teil B und C entstehen betriebsindividuell — eine Vorlage aus dem Internet passt selten auf den Tagesablauf einer Kita.
Rechtsgrundlage: DIN 14096, § 10 ArbSchGBraucht eine Kita zusätzlich einen Feuerwehrplan?
Nicht automatisch. Die Pflicht entsteht aus der Baugenehmigung, dem Brandschutzkonzept oder einer Vorgabe der örtlichen Brandschutzdienststelle — häufig bei größeren Einrichtungen mit Sonderbaustatus oder bei aufgeschalteter Brandmeldeanlage. Ob es Ihre Einrichtung betrifft, klären wir bei der kostenlosen Sichtung. Wenn ja, erstellen wir Fluchtplan und Feuerwehrplan aus einer Hand und stimmen sie aufeinander ab.
Rechtsgrundlage: DIN 14095, BauO NRW, Vorgaben der BrandschutzdienststelleKann ohne digitale Grundrisspläne gearbeitet werden?
Ja. Wir arbeiten mit Papierplänen, Bauaktenkopien, alten Kopien und Skizzen und übertragen diese maßstabsgetreu in eine digitale Basis. Die tatsächlichen Gegebenheiten klären wir gemeinsam mit Ihrer Leitung — vor Ort in NRW oder per Videobegehung, wenn Ihre Einrichtung weiter weg liegt. Ein vollständiges Neuaufmaß des Gebäudes gehört nicht zu unserem Leistungsumfang. Braucht Ihr Objekt eines, sagen wir Ihnen das vor der Auftragserteilung.
Was kostet ein Flucht- und Rettungsplan für eine Kita?
Bei verwertbaren Grundrissen beginnen Flucht- und Rettungspläne bei 129 € je Plan. Der Gesamtpreis richtet sich nach Anzahl der Gruppen, Geschosse und Aushangorte sowie nach Sonderbereichen wie Krippe, Schlafräumen und Außengelände. Liegen nur Papierpläne vor, nennen wir den Festpreis nach Sichtung. Kein Auftrag ohne vorherige schriftliche Preisbestätigung, alle Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Welche Unterlagen werden für ein Angebot benötigt?
Idealerweise Grundrisse als PDF, DWG oder DXF. Papierpläne, Bauaktenkopien oder gute Fotos reichen ebenfalls. Dazu die Objektadresse, die Anzahl der Gruppen und Kinder sowie Angaben zu Krippe, Schlafräumen und Außengelände. Wenn davon etwas fehlt, klären wir das im ersten Gespräch. Anrufen können Sie auch ohne jede Unterlage.
Flucht- und Rettungsplan für Ihre Kita anfragen
Kostenlose Sichtung Ihrer vorhandenen Unterlagen, Rückmeldung am nächsten Werktag, Festpreis vor der Auftragserteilung.
✓ Kostenlose Sichtung · ✓ ab 129 € je Plan · ✓ Rückmeldung am nächsten Werktag
Ergänzende Leistungen für Kindertageseinrichtungen
Übersichts- und Geschosspläne für die einrückenden Einsatzkräfte — bei Sonderbaustatus oder aufgeschalteter Brandmeldeanlage in der Regel gefordert.
Teil A, B und C — mit Handlungsanweisungen, die auf den Tagesablauf Ihrer Einrichtung geschrieben sind, nicht aus einer Vorlage kopiert.
Normgerechte Flucht- und Rettungspläne für Schulen und weiterführende Bildungseinrichtungen — für Horte oft die passendere Systematik.